Skua und mehr…

Shelburne bis Halifax und Hurrikan Dorian

am ersten Morgen nach unserer Überfahrt geniessen wir unser Frühstück bei Sonnenschein am Steg vom Yacht Club. Wir kommen mit Mary und Mac ins Gespräch, die direkt vor uns am Steg festgemacht sind. Wir berichten etwas über unsere bisherige Reise und was wir noch vorhaben bevor es zurück nach Hause geht. Die Beiden leben in Bedford und segeln mit ihrer wunderschönen Segelyacht Merlot jeweils an der Küste von Nova Scotia, kennen daher jedes schöne Plätzchen…. Sie geben uns viele Tipps und ihre Kontaktdaten falls wir irgendwie Hilfe brauchen. Damals wussten wir noch nicht wie oft wir ihre Hilfe in Anspruch nehmen werden!!

Wir bleiben noch 4 Tage in Shelburne, wo wir der internationalen Segelregatta der Albacore Jollen zuschauen. Unsere Gastgeber des Yacht Clubs laden uns ein, zu Abendveranstaltungen und gemeinsamem Pizzaessen mit den Yachtie`s. Eine wunderschöne Zeit!! Nach 4 Tagen sagen wir bye bye und weiter gehts mit Zwischenstopp im Port Mouton, ein Fischerhafen welchen wir für eine Nacht am Steg mitbenutzen dürfen. Ein Tropensturm ist im Anzug und Mac empfiehlt uns nach Lunenburg zu segeln um dort an einer Boje zu verweilen bis alles vorbei ist. Frühmorgens legen wir ab und verlassen die Bucht bei wenig Wind. Bald frischt er auf und wir segeln mit 6,5 kt. durch das Wasser. Nach 45 Seemeilen sind wir am Ziel und machen fest. Nach einem kurzen Gespräch mit Mac und Mary sind wir herzlich eingeladen den Sturm bei ihnen zu Hause auszusitzen. Diese Gastfreundschaft ist einfach unbeschreiblich!! Am nächsten Tag machen wir alle Luken dicht, verlassen die Skua und werden von unseren Freunden abgeholt. Wir fahren der Küste entlang und besuchen besonders schöne Plätze, wie  Narrows Basin, Mahone - und St. Margarets Bay und natürlich Peggy`s Cove mit dem Denkmal für die Opfer des Swissair Absturzes vor 20 Jahren. Zu Hause angekommen, werden wir verwöhnt mit gutem Essen und Wein und lernen uns näher kennen. Die zwei Hunde sind am Anfang noch etwas skeptisch schliessen uns aber bald in ihr Herz.

Die nächsten 2 Tage verbringen wir mit Halifax Tour und Annapolis Valley mit Besuch der Weingebiete inklusive Degustation. 

Zum Zeitpunkt als wir wieder auf die Skua zurück fahren, wussten wir noch nicht, dass wir eine Woche später schon wieder die Gastfreundschaft von den Beiden in Anspruch nehmen werden. Hurrikan Dorian ist auf dem Weg zu den Bahamas und es ist noch nicht klar wie er weitergeht. Wir behalten ihn im Auge. 

Unser nächstes Ziel ist das empfohlene Narrows Bassin wo wir mit viel Wind und verkleinerten Segeln bis kurz vor die nicht ganz einfache Einfahrt segeln. Eine traumhafte Landschaft, umgeben von Wald, vergleichbar mit den Schweizer Bergseen. Dort geniessen wir die Ruhe vor dem grösseren Sturm. Nun wissen wir, dass wir nach Halifax hoch müssen, da „Dorian“ über uns herziehen wird und wir dort bessere Schutzhäfen finden.

Mit zwei Zwischenstopps in Chester und Rocks Roost fahren wir bei starkem Wind zum Armdayle Yacht Club, wo wir eine Boje mieten für 4 Tage. Mac kommt auf die Skua und hilft die Segel zu falten und alles Bewegliche zu verstauen. Wir packen erneut, diesmal noch etwas mehr Kleider und alles Wichtige geht von Bord. Erneut ziehen wir bei Mary und Mac ein. Wieder finden wir Blumen in „unserem“ Zimmer und zusätzlich ist ein Schild an der Türe mit unseren Namen. Einfach unglaublich!

Am nächsten Morgen verstauen wir noch die restlichen Terrassenmöbel und bringen die Blumen in Sicherheit, bevor es ein paar Stunden später beginnt zu winden und der Himmel dunkler wird. Am Nachmittag kommt noch Regen dazu, und die Männer fahren nochmals zu den Yacht Clubs um nach den Booten zu sehen….wir Frauen finden das etwas gefährlich und bleiben zu Hause. Es bläst sehr stark und der Regen wird stärker. In Bedford sind wir etwas geschützt aber die Region um Peggy`s Cove und Halifax erhalten Wellen bis zu 10m, ca. 130 km/h Wind und die Südostküste wurde hart getroffen. Ich bin froh, als Martin und Mac zurück sind. In dieser Nacht schlafen wir nicht sehr gut, da es stark windet.

Aber….Die Boote und das Haus haben „Dorian“ gut überstanden und wir sind alle glücklich zurück und schlagen die Segel wieder an und platzieren alles wieder an Ort und Stelle um die letzten 2,5 Wochen noch zu geniessen. Nun haben wir für die nächsten 5 Tage ein Auto gemietet und schauen uns das Inland an.

An dieser Stelle möchten wir uns aus tiefstem Herzen bei Mary und Mac bedanken für die grosse Hilfe und Gastfreundschaft. Wir sind glücklich neue Freunde gefunden zu haben…..

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Bis bald Ihr Lieben

Eure Skua`s