Skua und mehr…

Hallo Ihr Lieben

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Die Tage des Wartens auf besseres Wetter in Clarence Town waren alles Andere als langweilig.

Eine amerikanische grosse Yacht lief vor unseren Augen auf das vorgelagerte Riff auf. Unsere Anker Nachbarn mit ihrem starken Dinghi und ein anderer Skipper fuhren sofort hin um die Crew abzubergen. Es stellte sich heraus, dass der Skipper und eine Crew auf Deck gewesen sind und 2 Mann unter Deck. Sie glaubten den Eingang zur Lagune dort zu finden, obwohl meterhohe Wellen über das Riff schlugen.  Der Skipper, ein absoluter Anfänger, kaufte das Schiff 1 Woche vorher und segelte von Puerto Rico zu den Bahamas. Zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt und wir alle glaubten am anderen Morgen, nach 2 Gezeiten nur noch Einzelteile vorzufinden. Doch meistens kommt es anders als man denkt….. Am nächsten Morgen lag die Yacht in der Lagune auf einer Sandbank…… Während 2 Tagen wurde, mit vielen Helfern und mitgebrachten Hilfsmitteln wie Anker und lange Seile usw., versucht die Yacht zum schwimmen zu bringen.

Nach 4 Tagen und grossem Einsatz einzelner Yachties schwimmt sie wieder, hat allerdings verschiedene Leckstellen, die vor einer Weiterfahrt zuerst repariert werden sollten, obwohl der Skipper das nicht so eng sieht…..er habe eine automatische Bilgenpumpe!!! dieser Spinner! Na ja jeder so wie er will.

Wir segelten jedenfalls weiter nach Nordwesten Richtung Exumas. Mit super Wind und mässigen Wellen kommen wir nach 13 Stunden in George Town (Great Exuma) an, wo wir unseren Bekannten Matthias wieder trafen. Er reist alleine mit seiner 5 monatigen Katze auf einem Katamaran und ist ein begeisterter Kite-Surfer. Wann immer er kann und die Winde gut sind, saust er über die Buchten bis teilweise weit ins Meer hinaus. Ein absolutes Vergnügen ihm zuzusehen. Wir entscheiden zusammen weiter zu segeln und planen unsere nächste Route. Nun sind wir wieder mit den Gezeiten konfrontiert und rechnen aus wann wir wo durchfahren können mit unseren Schiffen. Die nächste schöne Anchorage liegt nur ca 15 sm entfernt und wir ankern hinter der Insel. Durch die Gezeiten und Strömungen drückt es die Wellen von beiden Seiten hinein, sodass wir eine äusserst rollige Nacht mit wenig Schlaf verbrachten. Also hiess es frühmorgens weiter nach Norden mit Raumschots und 15-20 kt Wind Richtung Staniel Cay. Eine eindrückliche Fahrt mit teilweise 5-10 cm Wasser unter dem Kiel…… :-)) Aber das reicht ja!! Nach 9 Std. segeln kommen wir in dieser Bucht an, die von allen Seiten geschützt ist gegen Wellen. Viele Motorschiffe und Segler kommen hierher, da es hier besonders schön ist und auch einige Sehenswürdigkeiten bereit hält. Der James Bond Film „Thunderball“ wurde teilweise hier gedreht. Die Grotten sind zugänglich aber nur mit Vorsicht, da die Strömungen stark sind und man nur mit Schnorchel und Taucherbrille rein kann. Also nichts für mich…., aber Martin und Matthias versuchen bei strömendem Regen in die Grotten rein zu kommen. Martin musste zurück, aber Matthias gelang es hineinzukommen.

In dieser Bucht leben wilde, schwimmende Schweine, die mit Gemüse und Früchten ins Wasser gelockt werden. Lustig anzusehen!! Gleichzeitig schwimmen hier verschiedene Arten von Haien und auch Rochen um die Boote……ich gehe definitiv nicht mit dem Fuss ins Wasser….und werde von den Männern deswegen zünftig ausgelacht, was mir ziemlich egal ist! Sie sind schön anzusehen, aber ich brauche sie nicht in meiner Nähe. 

Da eine Schlechtwetterfront über die Exumas zieht, sitzen wir hier fest für sicher 3 Tage, also habe ich Zeit zum Schreiben, Backen und vieles mehr.