Skua und mehr…

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Wir starten unsere Überfahrt nach Teneriffa bei schönstem Wetter und mit unserem neuen Parasailer. Ein grosses dünnes Segel, dass wie ein Fallschirm wirkt und vorallem bei Wind von hinten (Vorwindsegeln) eingesetzt wird. Wir setzen dieses Segel ausserhalb des Hafenbeckens von Rubicon (Lanzarote) und nehmen es 26 Stunden später wieder runter bevor wir den Hafen von Santa Cruz Teneriffa anlaufen. Die ganze Reise mehr oder weniger Wind 3-4 Bft und Wellen (1-2m) von hinten. Eine fabelhafte Reise mit gutem Vorgeschmack auf die Atlantiküberquerung. Auf Lanzarote lernen wir ein Paar aus Frankreich kennen, die wie wir nach Teneriffa zum gleichen Hafen segeln. In Santa Cruz angekommen, vereinbaren wir die gemeinsame Inselerkundung mit einem Mietauto. Jean-Claude und Monique leben auf ihrem Schiff und haben das gleiche Ziel wie wir, den Atlantik zu überqueren.

Unser erster Halt ist in La Laguna. Die Stadt wurde vom Konquistador Alonso Fernandez de Lugo 1496 gegründet und war bis 1723 die Hauptstadt von Teneriffa. Ein Besuch der historischen Altstadt mit der Kathedrale und ihrem Glockenturm ist der Beginn unserer 1. Tagesreise. Auch das Museo de Historia y Antropologia de Tenerife ist ein Besuch wert. Auf Teneriffa gibt es zwei Nationalpärke, den Parque de Anaga im Norden und den südlich gelegenen Pico del Teide (3718m).

Wir besuchen beide Pärke und sind fasziniert von der Natur, die uns präsentiert wird. Wie ihr den Fotos entnehmen könnt, ist die Landschaft sehr unterschiedlich in Farbe und Form. Der letzte kleine Vulkanausbruch des Pico del Teide liegt etwas über 100 Jahre zurück, was wir anhand der kilometerlangen schwarzen Lavaströme und kargen Landschaft sehen können. Der Besuch des Teide`s mit der Luftseilbahn unternehmen wir nicht, da die Sicht an diesem Tag sehr eingeschränkt ist. Der Vulkankegel hat einen Durchmesser von 17 km, jetzt mit vielen Wanderwegen ausgebaut. Wir wandern durch die üppige Lavalandschaft, vorbei an rotbraunen bis ganz schwarzen Lavatürmen, zwischendurch ein paar vereinzelte grüne Büsche und violette Blumen. Dieses Farbenspiel ist so beeindruckend schön. Ansonsten ist es hier viel grüner als in Lanzarote nicht nur, aber auch wegen dem ganzjährigen tropischen Klima im Süden. Wir sehen Bananenplantagen und Weinberge an steilen Abhängen und Gemüsefelder in der Ebene ganz nah an den schwarzen Sandstränden.

Wir sind alle überwältigt und überfüllt mit Eindrücken. In diesen beiden Tagen reisen wir um die ganze Insel und kehren mit einer Vielfalt von Erlebtem zufrieden zurück in den Hafen.

Die nächsten Tage sind wir beschäftigt mit Schiffs- und Proviantvorbereitungen für die lange Überfahrt in die Karibik. Ob wir über die Kapverden segeln entscheiden wir unterwegs, je nachdem wie fit wir sind und wie sich der Passatwind schon etabliert hat.

Also sagen wir für längere Zeit, hasta luego…. tschüss und bis Bald (wenn dann ein Internet vorhanden ist … :-)))) ), bleibt gesund und munter, wie wir das auch vorhaben!!!

Herzlich

Eure Denise und Martin